Schon damals haben sich die Dörfleinser große Mühe gegeben, ihr Vereinsleben lebendig zu gestalten. Ein Blick zurück in die 1950er-Jahre lohnt sich durchaus, denn einige Veranstaltungen der frühen Jahre wirken heute schon fast nostalgisch.
Heitere Tanzabende
Ausgehend vom SV Dörfleins, fanden in der Brauerei Eichhorn schon in den 50er-Jahren immer wieder gesellige Tanzabende statt. Nicht selten waren hierzu auch externe Gruppen, wie die Alten Herren des 1. FC Bamberg, eingeladen. Der erste SVD-Tanzabend lässt sich auf den 28. Oktober 1950 zurückdatieren. Damals zählten eine Weintraubenversteigerung und die humorvoll vorgetragenen Einlagen von Sportkamerad Dotterweich zu den großen Höhepunkten der Veranstaltung.
Später verband man derartige Tanzabende auch mit vorangehenden Freundschaftsspielen der Fußballer. Und immer wieder anders liefen die heiteren Runden in der Brauerei Eichhorn anschließend ab. Stepptanzvorführungen und Gesangseinlagen der Sängergruppe Dörfleins gehörten genauso zum wechselhaften Programm, wie auch Danksagungen und Lobeshymnen seitens der Vorstandschaft an die treuen Seelen des Vereins.
Eigens inszenierte Theateraufführungen
Groß war damals auch das Interesse an den regelmäßig wiederkehrenden Theatervorstellungen des SV Dörfleins. Unter der Leitung von Hartmut Salzbrenner führten Mitglieder des Sportvereins am 06. und 07. Januar 1951 zum ersten Mal überhaupt ein Laienspiel auf. Das Stück mit dem Titel „Am Waldkreuz“ kam bei den Zuschauern so gut an, dass es eine Woche später sogar noch ein drittes Mal wiederholt wurde.
Schnell kam daraufhin die Idee auf, derartige Theaterinszenierungen jetzt regelmäßig zu wiederholen. Und so ging es 1952 direkt mit zwei neu einstudierten Stücken weiter, die unter der Leitung von Josef Karl im Anschluss an den 20. Spieltag der damaligen Fußballsaison aufgeführt wurden. Auch aktive Fußballer wirkten im Laufe der Jahre immer wieder bei den Theaterstücken mit. Durch das Verlangen von Eintrittsgeldern lohnte sich der schauspielerische Aufwand bald auch schon in finanzieller Hinsicht.
Regionale Vereinsausflüge
Mit Freude erwartet wurden ab 1952 auch immer wieder die regelmäßigen Vereinsausflüge mit dem Omnibus, die von der Vereinsführung organisiert wurden. Weit weg ging es dabei selten, schließlich hat auch das Frankenland genug zu bieten. Reiseziele wie Baiersdorf, Weihersmühle oder Zeil am Main bewegten damals zahlreiche Vereinsmitglieder zur Teilnahme.
Natürlich kam an solchen Tagen auch der Fußball nicht zu kurz. So bestritten die Sportler regelmäßig Freundschaftsspiele an ihren Zielorten, ehe man abends in den örtlichen Gaststätten und Vereinslokalen gemeinsam mit dem Gegner über den Spielverlauf philosophierte und auf die sportliche Gemeinschaft anstieß. Kein Wunder, dass es da häufig spät wurde, ehe man die Heimfahrt zurück nach Dörfleins antreten konnte.
Kinderfreundliche Nikolausfeiern
Zusätzlich zur damals schon durchgeführten SVD-Weihnachtsfeier, kamen die Vereinsmitglieder ab 1953 jährlich auch zu einem Nikolaustreffen zusammen. Vor allem die Kinder sollten dabei auf ihre Kosten kommen. Viele vorgetragene Weihnachtslieder und -gedichte der jüngsten SVDler umrahmten diese Abende, an denen sich selbstverständlich auch der Nikolaus höchstpersönlich die Ehre gab.
Jedes Kind erhielt als Höhepunkt des Abends ein vom Verein gestiftetes Präsent, welches ihnen der Heilige Bischof übergab. Und so war dann schnell auch die eine oder andere Träne, die aufgrund des großen, zunächst unheimlichen Mannes mit Bart, geweint wurde, ganz schnell wieder getrocknet.
