In der Generalversammlung 1964 informierte die Vorstandschaft die anwesenden Mitglieder von den Planungen, ein eigenes Sportheim für den SV Dörfleins zu errichten. Drei Jahre später war es dann so weit und das Bauprojekt nahm seinen Lauf. Bis zur Fertigstellung im Jahr 1969 mussten die Bauherren einige Hürden meistern, was ihnen jedoch hervorragend gelang.
Startschuss für die Planungen
Gespannt lauschten die anwesenden Vereinsmitglieder den Ausführungen von Vorstand Xaver Rothammer, der in der Generalversammlung 1964 über das Vorhaben eines Sportheimbaus für den SV Dörfleins referierte. Wegen fehlender Dusch- und Umkleideräume am Sportgelände war der Wunsch nach eigenen Räumlichkeiten schon länger laut geworden, zumal sich die Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr vergrößerte und sich die Fußballer mitunter im angrenzenden Löschweiher wuschen. So fertigte ein beauftragtes Architekturbüro schon bald einen Entwurf für ein SVD-Sportlerheim unmittelbar neben dem Fußballfeld an – mit allem, was so dazu gehört. So sollten im Untergeschoss zwei Umkleideräume mit Duschen und ein Geräteraum installiert werden. Das Obergeschoss sah eine Schiedsrichterkabine sowie einen Aufenthaltsraum mit sanitären Anlagen vor, dem allem vorstehen sollte eine Terrasse. Zufrieden stimmten die Vereinsverantwortlichen dem rund 30.000 Mark teurem Bauvorhaben zu.

Unterstützung kam von allen Seiten
Im Sommer 1967 ging es dann endlich los. Die Grundsteinlegung erfolgte. Zahlreiche freiwillige Helfer aus den eigenen Reihen übernahmen dabei den Großteil der zu verrichtenden Arbeiten. Bis in den Winter hinein wurden über 1000 Arbeitsstunden geleistet, sodass Baufortschritte am Sportheim bis zum Richtfest im Dezember 1967 schnell erkennbar waren. Bereits bevor die ersten Backsteine aufeinander gestapelt wurden, sicherte die Gemeinde Dörfleins mit ihrem Bürgermeister Urban Eichelsdörfer dem Verein unentgeltliche Unterstützung zu, indem sie das Bauholz aus dem Gemeindewald stiftete. Dieses wurde mit Hilfe der aktiven Sportler geschlagen und zur Baustelle gebracht, wo es vor allem zu Dachbalken weiterverarbeitet wurde.

Die Weihnachtskatastrophe
Am ersten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1967 wurde die Region Bamberg von einem verherenden Hochwasser heimgesucht. Allein im benachbarten Hallstadt mussten über 400 Keller leergepumpt werden. Weil der damals noch nicht wirklich ausgebaute Hochwasserdamm entlang des Maines brach, wurde auch der Rohbau des Sportheims sehr in Mitleidenschaft gezogen. Auch das Hauptspielfeld, das Monate zuvor erst frisch aufgeschüttet wurde, war nach der Flutkatastrophe unbespielbar geworden. Heimspiele wurden daher für einige Zeit beim 1. FC Oberhaid ausgetragen. Von den Rückschlägen unbeeindruckt, setzten die Vereinsverantwortlichen ihr Bauvorhaben aber schon bald mit entschlossenem Einsatz fort. 17 Monate an harter Arbeit sollten noch vergehen, ehe das Sportheim an Pfingsten 1969 endlich eingeweiht werden konnte.

Ein Festjahr im doppelten Sinne
Prächtig stand es schlussendlich da, das fertiggestellte SVD-Sportheim neben dem Sportplatz der Fußballer. Die Sonne schien an jenem Pfingstsonntag, als Pfarrer Georg Eizenhöfer von der Terrasse aus die Segensworte für den Neubau sprach. Zahlreiche Menschen versammelten sich rund um den Treppenaufgang, um den Worten des Geistlichen zu lauschen. Die Sportheimweihe an jenem 25. Mai 1969 war einer der Programmpunkte der 20-Jahr-Feier des Sportvereins. Tische und Bänke wurden dazu auf dem heutigen SVD-Parkplatz aufgebaut und luden nach dem kirchlichen Part zu einem geselligen Frühschoppen ein. Drei Tage lang ließen es die Vereinsmitglieder und Gönner so richtig krachen – Livemusik und diverse Ehrungen inklusive. Fußball wurde natürlich auch gespielt, um die neuen Räumlichkeiten direkt einmal austesten zu können. Etwa vier Jahre lang blieb das Sportheim insgesamt in seinem ursprünglichen Zustand bestehen. Bald schon wurde aber klar, dass man beim SVD in größeren Dimensionen denken musste, denn die Mitgliederzahlen stiegen immer weiter.













