1976 | Bau und Einweihung des Nebenplatzes

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Kaum war das neue SVD-Sportheim fertiggestellt, schon nahmen sich die Vereinsverantwortlichen mit dem Bau des zweiten Fußballfeldes einem neuen, großen Bauprojekt an. Dieses stellte sich bald schon als Zerreißprobe für Verein und Stadtrat heraus. Viele Monate gingen ins Land, ehe endlich der Ball rollen konnte.

Stadtrat machte sich ein Bild vor Ort

Großes Kopfzerbrechen bereitete dem Stadtratsgremium die geplante Erweiterung der SVD-Sportanlage um ein weiteres Fußballfeld, für das im Frühsommer 1973 ein erster Ortstermin in Dörfleins stattfand. Es galt, zwischen zwei Varianten zu entscheiden: Die erste sah vor, den Trainingsplatz um neunzig Grad gedreht zum Hauptspielfeld zu errichten. Dadurch wäre der dahinter liegende Blechweiher nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein Nachteil hierbei wäre jedoch eine zu starke räumliche Einengung der gesamten Anlage rund um das Sportheim gewesen, weshalb man sich letztlich für die zweite Variante entschied. Diese sah vor, den bestehenden Weiher komplett zuzuschütten, um darüberliegend und parallel zum Hauptspielfeld den Trainingsplatz ansäen zu können.

Der Blechweiher musste dem zweiten Rasenspielfeld im Sommer 1974 weichen.

Das Bangen um den Spielbetrieb

Die vorbereitenden Maßnahmen für den zweiten Platz begannen nach dem bürokratischen Okay schließlich ein Jahr später, im Sommer 1974, mit dem Freilegen der bewachsenen Grünfläche und dem Zuschütten des Blechweihers. Noch einmal fünf Monate vergingen, ehe dann auch die Arbeiten am eigentlichen Spielfeld beginnen konnten. Höchste Zeit war es da schon geworden, denn der Hauptplatz war im vorherigen Winter aufgrund einer sehr hohen Auslastung sowie durch denkbar schlechte Witterungsbedingungen bald schon in einen miserablen Zustand verfallen. Über einen längeren Zeitraum bestand die Sorge, auch in den wärmeren Monaten überhaupt keinen Spielbetrieb mehr stemmen zu können.

Im Februar 1975 waren erstmals die Dimensionen des Nebenplatzes zu erkennen.

Gestaltung nahm viel Zeit in Anspruch

Ab Februar 1975 gingen die Arbeiten aber endlich voran. Erste Bohrungen für eine Beregnungsanlage mit einem eigenen Brunnen wurden durchgeführt, der Untergrund mit Humus und Erde ebenerdig aufgeschüttet und zu guter Letzt der neue Rasen angesät. Nach vielen Monaten Pflege und zahlreichen Nacharbeiten war die Fläche schließlich ausreichend begrünt. Fußball wurde allerdings noch nicht gespielt, denn nun galt es erst, das Außenherum noch für den Spielbetrieb schick zu machen. So wurden bis in den Sommer 1976 hinein auch die Wiesen neben dem Platz geebnet sowie eine Bande für die Zuschauer, ein Fahnenmast und nicht zuletzt auch Tore und Spielfeldbegrenzungen errichtet. Langsam nahm jetzt alles Gestalt an, doch ein letztes Highlight fehlte noch: Das Flutlicht. Dieses wurde im Herbst 1976 installiert, pünktlich zum Beginn der dunklen Jahreszeit. Zuvor schon fand eine Einweihungsfeier statt.

Feinschliff-Arbeiten im Sommer 1976.

Schüler eröffneten den Platz

Als am 28. Juli 1976 erstmals ein Fußballspiel auf dem neuen Rasen stattfand, war schlussendlich eine gewaltige Menge an Arbeit verrichtet worden. 9300 Kubikmeter Erde waren aufgeschüttet, rund 1300 Meter Drainagerohre verlegt und 144 Kilogramm Saatgut verstreut. Das Eröffnungsspiel des Spielfeldes durfte die Schülermannschaft des SV Dörfleins gegen den 1. FC Oberhaid bestreiten. Anschließend führte Stadtpfarrer Georg Eizenhöfer die Sportplatzweihe durch. Die Festlichkeiten klangen mit einem Einlagespiel der ersten Herrenmannschaft gegen die Landesliga-Truppe des 1. FC Bamberg und mit Live-Musik im Sportheim aus.

Vier Jahre später wurde der zweite Platz dann im Zuge umfassender Renovierungsarbeiten am Sportgelände noch einmal grundlegend modernisiert und um 120 Zentimeter aufgeschüttet.


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